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Kultur

Stand vom 05.09.2010, 14:00

Bundespräsident gratuliert Hallervorden

Zum Abschluss des 10. Kleinkunstfestivals der Berliner "Wühlmäuse" hat Prominenz aus Politik und Kultur Dieter Hallervorden zum 75. Geburtstag gratuliert. Der rbb übertrug das Festival live.

Prominenz aus Politik und Kultur hat in der Nacht zum Sonntag in den 75. Geburtstag von Dieter Hallervorden reingefeiert.

Zum Abschluss des 10. Kleinkunstfestivals der Berliner "Wühlmäuse" am Samstagabend gratulierten unter anderen Bundespräsident Christian Wulff und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit dem Chef der "Wühlmäuse".

Um Punkt Mitternacht betrat nach dem vierstündigen und vom RBB Fernsehen live übertragenen Kleinkunstfestival Bundespräsident Wulff höchstpersönlich die Bühne, um Hallervorden ("Nonstop Nonsens") für sein "wirklich eindrucksvolles Lebenswerk" zu gratulieren. Wulff erinnerte an die zahlreichen Rollen Hallervordens auf der Bühne, der Leinwand und dem Bildschirm.

Wowereit: "Im positiven Sinne verrückt"

Wowereit würdigte Hallervorden als einen "im positiven Sinne Verrückten", der mit den nunmehr seit 50 Jahren bestehenden "Wühlmäuse" und dem vor einem Jahr übernommenen Schlossparktheater die Theaterlandschaft bereichert habe. "Berlin sagt Danke, nachdem es der Bundespräsident für ganz Deutschland getan hat."

Auch rbb-Intendantin Dagmar Reim gratulierte im Vorfeld des Geburtstages. "Als Deutschlands Komödiant Nummer eins haben Sie den Slapstick in die politische und gesellschaftliche Satire eingeführt. Nicht nur Sie selbst, auch Ihre Berliner Wühlmäuse sind mittlerweile eine Institution in der Stadt."

Den Jurypreis des Kleinkunstfestivals erhielt Christoph Sieber, den Publikumspreis der «Puppet-Comedian» und Bauchredner Sascha Grammel. Mit dem Ehrenpreis wurde der Schauspieler Wolfgang Stumph ("Go, Trabi, Go") ausgezeichnet.

Plattenfirma Universal will Lena in Berlin

Noch immer ist nicht entschieden, wo der Eurovision Song Contest im kommenden Jahr stattfinden soll. Die Plattenfirma Universal der Siegerin Lena Meyer-Landrut plädierte nun ebenfalls für Berlin.

Nach den ARD-Intendanten Dagmar Reim und Udo Reiter hat sich nun auch die Plattenfirma von Lena Meyer-Landrut für Berlin als Veranstaltungsort für den nächsten Eurovision Song Contest ausgesprochen.

"Ein solches Top-Ereignis gehört in die Hauptstadt", sagte der Präsident der Universal Music Entertainment GmbH, Frank Briegmann, am Samstag. In Berlin gäbe es die besten Bedingungen für eine Titelverteidigung.

Um die Austragung des Gesangswettbewerbs haben sich neben Berlin auch Düsseldorf, Hannover und Hamburg beworben. Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) hat die Federführung und will voraussichtlich im September gemeinsam mit der ARD und der European Broadcasting Union entscheiden.

Lena will am 14. Mai 2011 ihren in Oslo gewonnenen Titel im Finale verteidigen. Ihr Siegertitel "Satellite" wurde nach Angaben von Universal Music bisher weltweit fast eine Million Mal verkauft, davon allein 650.000 Mal in Deutschland.

Waldsieversdorf: John-Heartfield-Haus eröffnet

Das einstige Sommerhaus des Kommunisten und Künstlers Helmut Herzfeld, bekannt als John Heartfield, ist nach umfangreicher Sanierung wieder geöffnet. Der Künstler gilt als Erfinder der politischen Fotomontage.

Das John-Heartfield-Haus in Waldsieversdorf (Märkisch-Oderland) ist nach umfangreicher Sanierung wieder für Besucher geöffnet.

Das einstige Sommerhaus des Kommunisten und Künstlers Helmut Herzfeld (1891-1968) in der Märkischen Schweiz wurde nach Angaben der Berliner Akademie der Künste am Samstag mit einer neuen Ausstellung der Öffentlichkeit übergeben. Herzfeld gilt als Erfinder der politischen Fotomontage. Aus Protest gegen den deutschen Nationalismus trug er seit 1916 den Künstlernamen John Heartfield.

Das Gebäude, das Heartfield ab 1957 nutzte, ist den Angaben zufolge seit April nach Originaldokumenten aus dem Nachlass des Künstlers saniert worden. Ab 1982 nutzte die Akademie der Künste der DDR das Haus als Ferienobjekt. Nach der Wiedervereinigung ging das Grundstück an die Gemeinde Waldsieversdorf.

Die neue Ausstellung "John Heartfield und die 'Free German League of Culture'" zeigt Reproduktionen der wichtigsten Fotomontagen Heartfields, die in dieser Zusammensetzung bisher noch nicht zu sehen waren.

Einen weiteren Schwerpunkt bilden Dokumente anderer von den Nazis verfolgter Künstler, die wie Heartfield emigrierten und nach dem Krieg nach Berlin zurückkehrten.

Potsdamer Bachtage eröffnet

Das international besetzte Barockensemble "Exxential Bach" hat am Freitag die Potsdamer Bachtage eingeläutet. Bis zum 11. September gibt es in der ganzen Stadt Konzerte unter dem Motto "Für Menschen von heute".

Mit dem Eröffnungskonzert des international besetzten Barockensembles "Exxential Bach" haben am Freitag in der Friedenskirche Sanssouci die Potsdamer Bachtage bergonnen.

Bis zum 11. September finden zahlreiche Musik-Veranstaltungen unter dem Motto "Für Menschen von heute" in ganz Potsdam statt, wie die Veranstalter ankündigten. Zum Programm gehört auch ein langer Filmabend mit der Erstaufführung des Dokumentarfilms "Pianomania" und eines Spielfilms über Bach.

Bereits im Frühjahr war mit dem Wochenende "Bach in Sanssouci" der 325. Geburtstag des weltbekannten Komponisten gefeiert worden. Für die nun startende Reihe kann eine übertragbare FestivalCard gekauft werden. Tickets gibt es an allen Vorverkaufsstellen.

Luise-Ausstellung ist Besuchermagnet

Noch bis Ende Oktober ist die Luise-Schau auf der Pfaueninsel zu sehen - und und hat schon jetzt die 100.000-Besucher-Marke überschritten. Sechs Künstler setzen sich in der Ausstellung mit der preußischen Königin auseinander.

Gut zwei Monate vor ihrem Ende hat die Ausstellung "Luise. Die Inselwelt der Königin" bereits die 100.000. Besucherin begrüßt.

Künstler und Kurator Michael Lukas überreichte der Frau einen Blumenstrauß und zwei Eintrittskarten für die Ausstellung im Schloss Paretz (Havelland). "Luise. Inselwelt der Königin" ist noch bis zum 31. Oktober auf der Berliner Pfaueninsel zu sehen. Die Schau gehört zum sogenannten Luisenjahr, das 2010 anlässlich des 200. Todestages der Königin von Preußen begangen wird.

Sechs zeitgenössische Künstler setzen sich in der Ausstellung mit der Landschaft der Pfaueninsel und dem Leben der "Königin der Herzen" auseinander. Die Insel in der Havel galt als einer der Lieblingsaufenthaltsorte der Königin. Die Besucher können insgesamt 18 künstlerische Orte auf der Insel entdecken.

Die Schau auf der Pfaueninsel ist Teil von drei Ausstellungen über die Preußen-Königin im Luisenjahr. Ebenfalls bis zum 31. Oktober ist die Ausstellung "Luise. Die Kleider der Königin" im Schloss Paretz zu sehen. Die dritte Schau "Luise. Leben und Mythos einer Königin" im Schloss Charlottenburg ging im Mai zu Ende.